Schlagwörter

, , , , ,

Der Verein WOBES, der in der Nachbetreuung von Maßnahmenuntergebrachten tätig ist, erteilt den MitarbeiterInnen von SiM Hausverbot. Wie kommt es dazu?

Im Zuge einer heute anberaumten Besprechung in den Räumlichkeiten der WOBES (Verein zur Förderung von Wohnraumbeschaffung) war geplant die Möglichkeiten einer Wohnsitznahme eines Klienten zu besprechen.

Kaum saßen alle Beteiligten am Tisch, kam Sozialarbeiter Wolfgang Habe in sommerlicher Montur und verkündete, dass SiM bei WOBES Hausverbot hat. Dies begründete er damit, dass es sich dabei um eine Weisung des Geschäftsführeres und Sozialarbeiters Wolfgang Janik handelt.

Wir sind natürlich gewohnt, dass wir bei Justizbediensteten und deren Umfeldorganisationen immer wieder kritisch beäugt werden, aber so eine Vorgehensweise hatten wir bisher noch nicht erlebt.

Die Untergebrachten bei WOBES werden gut überwacht (Foto: MZ/BP)

Statt miteinander am gleichen Ziel zu arbeiten und notwendigerweise eine Minimum-Kommunikationsbasis zu haben, wird das von WOBES generell nicht gewünscht.

Der gemeinnützige Verein ist durchaus umstritten, wurde doch vor kurzer Zeit noch wegen Förderungsmissbrauch ermittelt. Kurios ist es auch, dass es außer dem Verein auch noch eine WOBEG-GmbH gibt (mit Janik als Geschäftsführer). Der Journalist Wolfgang Rössler (NZZ) und das Wochenmagazin PROFIL haben darüber bereits berichtet: http://www.wolfgangroessler.com/das-geschft-mit-den-haftentlassenen

Der NEOS Nationalratsabgeordnete Nikolaus Scherak hat die Causa bereits mehrfach zum Gegenstand parlamentarischer Anfrage gemacht. „Es besteht der Verdacht, dass sich ein Verein zu Unrecht an Menschen in einem Abhängigkeitsverhältnis bereichert.“ (NZZ)

Offenbar war die kritische Haltung von SiM zu den von WOBES verlangten Mieten Grund genug, dass WOBES den SiM-MitarbeiterInnen nun ein Hausverbot ausgesprochen hat.