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80 zusätzliche Haftplätze und ab 2019 neue Beschäftigungsmöglichkeiten für Inhaftierte

Am Freitag, den 4. Mai 2018, wurde der neue Zubau der Justizanstalt Hirtenberg von Reform- und Justizminister Josef Moser offiziell eröffnet. Durch die Aufstockung des bestehenden Modulbaus am Anstaltsgelände der Justizanstalt konnten 80 zusätzliche Haftplätze geschaffen werden. Des Weiteren werden die 21 Betriebe der Justizanstalt, darunter eine Anstaltsküche, eine Tischlerei und eine Schlosserei, um eine neue Arbeitshalle erweitert. Die Fertigstellung ist für Juni 2019 geplant.

„Es freut mich sehr heute den gelungenen Zubau eröffnen zu können. Die Justizanstalt Hirtenberg hat sich – auch aufgrund der baulichen Maßnahmen – zu einer Vorzeigeanstalt entwickelt, die den Voraussetzungen eines modernen und menschenwürdigen Strafvollzugs gerecht wird“, so Minister Moser bei der Eröffnung.

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von links: Mag. Erich Mayer, Generaldirektor für den Strafvollzug, Bundesminister Dr. Josef Moser und Brigadier Alfred Steinacher, Leiter der JA Hirtenberg, Copyright: HBF/Daniel Trippolt

Ab 2019 stehen erweiterte Arbeitsmöglichkeiten für die Insassen zur Verfügung. Die neuen Beschäftigungsmöglichkeiten sind ein wichtiger Schritt zu Vorbereitung auf das Leben nach der Haft.

„Wir arbeiten in Österreich ständig an nachhaltigen Verbesserungen im Straf- und Maßnahmenvollzug. Mit der Erweiterung der Justizanstalt Hirtenberg um 80 Haftplätze haben wir hier einen wesentlichen Schritt gesetzt. Die Aufstockung des bestehenden Gebäudes führt nicht nur zu einer spürbaren Entlastung der Belagssituation in Hirtenberg, sondern bietet darüber hinaus die Möglichkeit, Strafgefangene der Justizanstalt Wien-Josefstadt aufzunehmen und somit auch dort für Entlastung zu sorgen“, freut sich der Minister.

Erich Mayer, Generaldirektor für den Strafvollzug, zeigt sich vor allem auch über die zusätzlich geschaffenen Beschäftigungsmöglichkeiten erfreut: „Durch den bereits begonnenen Ausbau der Beschäftigungsmöglichkeiten wird ein wichtiger Beitrag zur Resozialisierungsarbeit und der Weiterentwicklung eines modernen Strafvollzugs geleistet, Die rasch voranschreitenden Arbeiten ermöglichen es uns, bereits im Frühjahr nächsten Jahres eine noch bessere Betreuung in der Justizanstalt Hirtenberg zu gewährleisten.“

Der Anstaltsleiter der Justizanstalt Hirtenberg, Brigadier Alfred Steinacher, ist besonders stolz darauf, dass 5.500 Arbeitsstunden als Eigenleistung durch Insassen erbracht werden konnten, wodurch es gelang, einerseits die Insassen  vorbildlich im Sinne der Resozialisierung zu beschäftigen und andererseits etwa 300.000 Euro zu sparen. Besonders bedankt er sich bei seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die das durch ihr hohes Engagement erst möglich gemacht haben.

Über die Justizanstalt Hirtenberg

Die Justizanstalt Hirtenberg ist eine Strafvollzugsanstalt, die aus einer Hauptanstalt und einer Außenstelle in Münchendorf besteht. In der Hauptanstalt werden männliche Insassen angehalten, die eine Strafdauer von mehr als 18 Monaten bis maximal 6 Jahre verbüßen. Die Außenstelle Münchendorf ist als Abteilung für den gelockerten Vollzug eingerichtet. Insassen werden dort in der angeschlossenen Ökonomie (Ackerbau, Milchvieh, Energiewald) und den sonstigen Anstaltsbetrieben beschäftigt. In der Justizanstalt befinden sich aktuell 371 Inhaftierte, 369 davon in Strafhaft. Die Außenstelle Münchendorf ist mit 33 Insassen belegt.