Podiumsdiskussion: Was tun mit psychisch kranken Rechtsbrechern?

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Im Rechtspanorama am Juridicum sind sich die DiskutantInnen einig: Der Maßnahmenvollzug gehört reformiert und das möglichst schnell. Doch wie, darüber sind sie uneins. Am Ende entscheidet wohl das Budget.

Diese Ungewissheit, dass psychisch kranke Menschen unbefristet angehalten werden, ist psychische Folter”, erinnert sich Markus Drechsler an ein Zitat seines Lieblingsprofessors. Der Obmann der Selbst- und Interessensvertretung zum Maßnahmenvollzug und angehende Jurist ist einer der fünf GesprächsteilnehmerInnen, die sich am Montag, den 12. November im Dachgeschoß des Juridicums eingefunden haben, um über den reformbedürftigen Maßnahmenvollzug zu diskutieren. Das von Benedikt Kommenda moderierte und aus einer Kooperation zwischen der Presse und der rechtswissenschaftlichen Fakultät entsprungene Rechtspanorama bleibt dabei frei von Kontroversen und hitzigen Debatten. Vielmehr sind sich alle einig, dass der Status quo nicht zufriedenstellend ist. Christian Manquet, Oberstaatsanwalt des Bundesjustizministeriums, gibt dabei als Erklärung für die sich nun über Jahre erstreckende Arbeit an der Reform den Regierungswechsel von 2017 an. Da nun ein anderes Regierungsprogramm gelte, müsse auch der unter dem ehemaligen Justizminister erarbeitete Entwurf daran angepasst werden.

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V.l.n.r.: Gertrude Brinek (Volksanwaltschaft), Markus Drechsler (SiM), Benedikt Kommenda (Die Presse), Wolfgang Gratz (Universität Wien), Christian Manquet (Bundesministerium für Verfassung, Reformen, Deregulierung und Justiz), Gabriele Wörgötter (Psychiatrische Gutachterin) Foto: M.Zeisberger

Volksanwältin Gertrude Brinek fordert indes mehr Interdisziplinarität in der Praxis. „Wir fordern eine Kommission oder eine größere Personenzahl, die gutachterlich Stellung nimmt.” So solle den oftmals verheerenden Qualitätsmängeln von psychiatrischen Gutachten vorgebeugt werden. Fachärztin für Psychiatrie Gabriele Wörgötter verteidigt daraufhin ihre KollegInnen und sieht Politik und Gesellschaft in der Pflicht, die Honorierung der Anfertigung von Gutachten zu erhöhen. Die Vergütung mit 116,20 Euro pro Gutachten mache die Tätigkeit wenig attraktiv für den Nachwuchs, überlastete „Ü60”-GutachterInnen seien die Folge. Dem Einwurf Drechslers, dass, sobald man sich für jeweilige Jobs bereit erklärt, man eben auch deren Qualität sicherstellen müsse, stimmt die Sachverständige aber zu. Verbesserungen in der Bezahlung von GutachterInnen verspricht Manquet: „Wir haben das Problem der gedeckelten psychiatrischen Sachverständigengutachten – die müssen wir erhöhen!

Ein hoher Anteil derer, die im Maßnahmenvollzug sind, haben eine statistische Rückfälligkeit von 20 bis 30 Prozent”, informiert unterdies Jurist und Soziologe Wolfgang Gratz von der Universität Wien. Dies sei rechtlich prekär, da sowohl die ständige Rechtsprechung als auch die Lehre dahingehend übereinstimmen, dass eine Rückfälligkeit mit hoher Wahrscheinlichkeit angenommen werden muss, um die Unterbringung im Maßnahmenvollzug zu rechtfertigen. „Ist nicht der Strafvollzug mittlerweile so leistungsfähig geworden, dass man innerhalb von ihm, in Verbindung mit bedingter Entlassung, Nachbehandlung und nachbetreuter Bewährungshilfe, die Sicherheitsbedürfnisse der Bevölkerung abdecken kann?”, fragt er in die Runde. Allerdings habe das neue Erwachsenenschutzgesetz viel weniger Kosten veranschlagt als der Mehraufwand für das Maßnahmenvollzugsgesetz kosten werde, gibt Manquet zu bedenken. Dies sei einfach ein Faktor. Ebenso sei das Geld für die fehlenden Nachsorgeeinrichtungen verantwortlich, was dazu führe, dass Menschen nur deshalb im Maßnahmenvollzug landen, weil keine besseren Alternativen vorhanden seien, wie Brinek beklagt. Auch für Resozialisierungsinstrumente wie Sozialnetzkonferenzen könne einer der reichsten Staaten der Welt ruhig mehr Geld in die Hand nehmen, fordert Drechsler.

Und so wird deutlich, dass Einigkeit herrscht, was die Relevanz der Reformbedürftigkeit des Maßnahmenvollzugs angeht, nur hakt es eben in vieler Hinsicht am Budget, aber auch in großem Ausmaß an der Aufklärung der jeweiligen FachexpertInnen. Fortbildungen für RichterInnen und StaatsanwältInnen wären deshalb wünschenswert, wie Brinek zu bedenken gibt, und die Kompensation der oft fehlenden juristischen Expertise, wie Wörgötter sie bemängelt, vonseiten der Gutachter, um rechtliche Spielräume besser nutzen zu können. Emotionaler wird es dann bei den Zuschauermeldungen, in denen vier Frauen unter anderem die Zwangsmedikation und Familienkappungsversuche in der Praxis des Maßnahmenvollzugs und die geplante Herabsetzung der Einweisungsvoraussetzungen im Brandstetter-Entwurf des Sommers 2017 anklagen. Bleibt zu hoffen, dass die in diesem Rechtspanorama wiedermal zutage getretenen Individualinteressen schnellstmöglich zu einer rechtswirksamen Reform des Maßnahmenvollzugs austariert werden.

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V.l.n.r.: Gertrude Brinek (Volksanwaltschaft), Markus Drechsler (SiM), Benedikt Kommenda (Die Presse) Foto: M.Zeisberger

Einladung Buchpräsentation

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9783854765851

Buchpräsentation

„Nach der Haft. Gespräche mit Haftentlassenen.“

Mandelbaum Verlag.

am 15. November um 19 Uhr im Republikanische Klub.

Rockhgasse 1, A-1010 Wien

 

 

Am Podium gemeinsam mit der Autorin Christine Hubka:

Markus Fellinger, Leiter der evang. Seelsorge in NÖ und Mag. Klaus Prichenfried, Leiter von Neustart .

Moderator: Džemal Šibljaković, Leiter der muslimischen Gefängnisseelsorge i.Ö.

Musikalisch begleitet den Abend das Trio Bärstätter.

„Dramatischer Reformbedarf“ im Maßnahmenvollzug

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Experten orten grobe Mängel. Auch junge Patienten, die als gefährlich gelten, werden zeitlich unbefristet weggesperrt
Markus Drechsler©SiM

SiM-Obmann Markus Drechsler

Überprüfbare Therapiekonzepte, eine Patientenvertretung für Betroffene, Mindeststandards bei psychiatrischen Gutachten und die Beseitigung von groben Mängeln in der Nachbetreuung – das sind die Forderungen der „Plattform Maßnahmenvollzug„, die am Montag in Wien präsentiert wurden. „Grundsätzlich müssen sich die Einweisungsvoraussetzungen für den Maßnahmenvollzug ändern„, verlangte Obmann Markus Drechsler.

Mit Stichtag 1. September wurden österreichweit 1011 straffällig gewordene Personen vorläufig angehalten oder waren ihm Maßnahmenvollzug untergebracht, weil sie entweder als zurechnungsunfähig (§ 21 Absatz 1 StGB) oder aufgrund ihrer geistig-seelischen Verfassung als gefährlich eingestuft wurden (§ 21 Absatz 2 StGB). Dass sich darunter auch Jugendliche und junge Erwachsene im Alter zwischen 18 und 21 befinden, kritisierte Katharina Beclin vom Institut für Strafrecht und Kriminologie scharf. Nichtvolljährige hätten im Maßnahmenvollzug nichts verloren.

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Ass.Prof. Dr. Katharina Beclin, Institut für Strafrecht der Uni Wien

Als gefährlich angesehen

Derzeit sitzen acht Burschen und zwei Mädchen, die noch keine 18 sind, im Maßnahmenvollzug. Die beiden weiblichen Jugendlichen gelten als zurechnungsunfähig. Bei den Burschen werden sieben zeitlich unbefristet festgehalten, weil sie von Psychiatern als derart gefährlich angesehen werden, dass von ihnen wieder strafbare Handlungen mit schweren Folgen zu befürchten sind. Einem wird Zurechnungsunfähigkeit bescheinigt. „Aus wissenschaftlicher Sicht ist es fraglich, ob Persönlichkeitsstörungen bei Jugendlichen überhaupt diagnostiziert werden können„, gab Beclin zu bedenken.

Was die jungen Erwachsenen betrifft, sitzen aktuell 27 männliche und vier weibliche Insassen in der Maßnahme, davon zehn bzw. zwei aufgrund einer ärztlich bescheinigten Zurechnungsunfähigkeit. Um überhaupt in eine Sonderstrafanstalt eingewiesen werden zu können, ist ein mit mehr als einjähriger Freiheitsstrafe bedrohtes Anlassdelikt erforderlich. Die „Plattform Maßnahmenvollzug“ verlangt, dass diese Grenze auf mit mehr als drei Jahren Strafe bedrohte Verbrechen erhöht wird und psychisch Kranke damit nicht mehr wegen gefährlicher Drohung oder Widerstands gegen die Staatsgewalt in die Maßnahme kommen können.

In Heimen „geparkt“

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Dr. Gabriele Fischer, Psychiaterin der MedUni Wien

Die Leiterin der Drogenambulanz am Wiener AKH, Gabriele Fischer, bezeichnete es als „Skandal„, dass junge, in den Maßnahmenvollzug eingewiesene Patienten mitunter in Alters- oder Pflegeheimen „geparkt“ werden, wie sie sich ausdrückte. Weil Nachbetreuungseinrichtungen fehlen, werde in etlichen Fällen die bedingte Entlassung aus der Maßnahme nicht vorgenommen, obwohl die dafür vorgesehenen Voraussetzungen längst vorlägen. Das Justizministerium gebe für die Nachsorge nicht wenig Geld aus, „aber es gibt eine Fehlsteuerung„, sagte Fischer. Sie ortet einen „dramatischen Reformbedarf„. „Im Maßnahmenvollzug Untergebrachte werden oft über Jahre verwahrt, ohne dass sie eine entsprechend qualifizierte, störungsspezifische Therapie erhalten.“ Dabei wäre es „auch im Interesse der Bevölkerung, dass der Betroffene eine bestmögliche baldige Behandlung erhält„.

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Die gesammelten Unterschriften der Bürgerinitiative für einen menschenrechtskonformen Maßnahmenvollzug wurden am 1. Oktober 2018 vor dem Parlament an den Vorsitzenden des Petitionsausschusses, Michael Bernhard, übergeben.

AVISO Pressekonferenz der Bürgerinitiative „Plattform Maßnahmenvollzug“

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plattformkleinSeit 40 Jahren warten psychisch kranke Menschen und deren Angehörige auf rechtliche und strukturelle Verbesserungen des menschenrechtlich äußerst problematischen Maßnahmenvollzugs in Österreich.

Es fehlen einheitliche, menschenrechtskonforme rechtliche Regelungen. Mangelhafte strukturelle Rahmenbedingungen sowie geringe Qualität der gerichtlichen Verfahren und Sachverständigen-Gutachten führen zu unverhältnismäßig und ungerechtfertigt langen Aufenthalten von psychisch kranken Menschen in Justizanstalten oder Psychiatrien.

Die Schaffung eines Maßnahmenvollzugs-Gesetzes, das den Rechtsschutz der betroffenen Menschen sicherstellt und die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Therapie und Wiedereingliederung in die Gesellschaft schafft, ist daher dringend erforderlich. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) verurteilte Österreich wiederholte Male für die im Maßnahmenvollzug herrschenden Missstände (zuletzt 20.07.2017, 11537/11 Lorenz gg Österreich).

Bereits 2015 wurde von namhaften ExpertInnen in einem vom Justizministerium beauftragten Bericht der dringende Reformbedarf des Maßnahmenvollzugs festgestellt. Es wurden 92 Empfehlungen für die Schaffung eines zeitgemäßen und menschenrechtskonformen Maßnahmenvollzugs erarbeitet, die bis heute auf ihre Umsetzung warten.

Die parlamentarische Bürgerinitiative der „Plattform Maßnahmenvollzug“ fordert daher, dass der Maßnahmenvollzug nach Jahrzehnten des Stillstands endlich auf Grundlage dieser ExpertInnenempfehlungen reformiert wird.

Nähere Informationen zur Bürgerinitiative finden Sie hier: https://www.plattform-mnvz.at/forderungen.html

Dazu laden wir am 1. Oktober 2018 um 12 Uhr zu einer Pressekonferenz ins Café Konditorei Sluka – Drei Husaren (Kärntner Straße 13-15, 1010 Wien).

Am Podium:

  • Markus Drechsler ist Obmann der Selbst- und Interessensvertretung zum Maßnahmenvollzug, Journalist und Autor
  • Monika Hradil ist erfahrene Angehörige und Moderatorin der HPE-Angehörigengruppe für Forensik-Patienten
  • -Prof. Dr. Gabriele Fischer ist Leiterin der Drogenambulanz, Suchtforschung und Suchttherapie an der Medizinischen Universität Wien und Fachärztin für Psychiatrie und Neurologie, Leiterin der Kommission 3 der Volksanwaltschaft im Rahmen der präventiven Menschenrechtskontrolle, sowie Leitung zahlreicher nationaler und internationaler Forschungsprojekte, Konsulentin wichtiger internationaler Organisationen und Mitglied in interdisziplinären Kommissionen mit BMJ und BMI als Fachexpertin
  • -Prof. Mag. Dr. Katharina Beclin ist Strafrechtsexpertin und Kriminologin an der Universität Wien

Die Übergabe der gesammelten Unterschriften an den Vorsitzenden im Petitionsausschuss, Michael Bernhard (NEOS), findet am Montag, 1. Oktober 2018 um 14:00 vor dem Parlament statt (Fototermin).

Um formlose Anmeldung an buero@plattform-mnvz.at wird gebeten.

Teilnehmende Organisationen der „Plattform Maßnahmenvollzug“ sind:

  • Behindertenanwalt
  • BIZEPS – Zentrum für Selbstbestimmtes Leben
  • Freiräume – Für Menschen mit psychiatrischen Problemen und Krisenerfahrung
  • HPE – Hilfe für Angehörige psychisch Kranker
  • Ifs Patientenanwaltschaft
  • LOK – Leben ohne Krankenhaus
  • Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte
  • Österreichischer Behindertenrat
  • Selbst- und Interessensvertretung zum Maßnahmenvollzug
  • Vertretungsnetz

Rückfragehinweis:

Plattform Maßnahmenvollzug

tel: +43 1 786 42 45

mail: buero@plattform-mnvz.at

 

Justizausschuss: „Maßnahmenvollzugsgesetz neu aufgreifen“

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Im heutigen Justizausschuss stellte sich Justizminister Moser den Fragen der Abgeordneten.

Auf den Umgang mit dem Maßnahmenvollzug wies Muna Duzdar (SPÖ) den Justizminister hin. Sie erinnerte Moser daran, dass sein Vorgänger Wolfgang Brandstetter bereits 2015 einen Gesetzesentwurf ausarbeiten habe lassen, mit dem der Vollzug bei geistig abnormen, aber zurechnungsfähigen Rechtsbrechern geregelt werden sollte. Der Entwurf sei von der neuen Regierung nicht aufgegriffen worden. „Wenn das Problem nicht in Angriff genommen wird, haben wir über kurz oder lang ein Sicherheitsproblem„, betonte Duzdar. Nach Ansicht des FPÖ-Abgeordneten Christian Lausch gibt es eine ganze Reihe von Therapie-Einrichtungen. Er wies darauf hin, das Problem sei nicht der Umgang mit geistig abnormen, zurechnungsfähigen Straftätern, sondern ihre Zahl. „Das Problem nimmt sprunghaft zu„, sagte Lausch. Die Betroffenen müssten daher besser über das Therapieangebot in den Haftanstalten Österreichs verteilt werden.

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Justizminister Moser Foto: ÖVP/Glaser

Moser berichtete, er habe bereits im Juli 2018 den damaligen Entwurf aufgegriffen. Betroffen seien ein neu zu schaffendes Maßnahmenvollzugsgesetz, das Strafvollzugsgesetz und die Vollzugsordnung. „Wir haben uns mit der Personalvertretung, PsychiaterInnen und PsychologInnen sowie SozialarbeiterInnen kurzgeschlossen und das Thema in Angriff genommen„, bekräftigte Josef Moser. Bis Ende 2018 soll es dazu einen Entwurf geben. „Die seinerzeitige Gesetzesvorlage wird in die Überlegungen einfließen„, versicherte der Minister.

SPÖ-Duzdar: „Der Maßnahmenvollzug in Österreich ist eine tickende Zeitbombe“

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Dass die Bundesregierung im Bereich des Maßnahmenvollzugs kaum Initiative zeige, kritisierte Muna Duzdar, die von einer „tickenden Zeitbombe“ spricht. „Österreich hat mit 1.000 Menschen im Maßnahmenvollzug in etwa so viele wie Deutschland“, so Duzdar, die kritisiert, „dass sehr schnell und einfach eingewiesen wird“. Dass selbst Jugendliche und junge Erwachsene im Maßnahmenvollzug untergebracht werden, bezeichnet die Abgeordnete als „No-Go“. Der Maßnahmenvollzug müsse vielmehr „immer das letzte Mittel sein“. Als Ursachen für die hohe Zahl der Menschen im Maßnahmenvollzug verortet Duzdar die mangelhafte Qualität von Gutachten aufgrund der Überlastung und schlechter Bezahlung der GutachterInnen.

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Foto: Manfred Zeisberger

Sowohl der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte als auch die Volksanwaltschaft kritisieren die Zustände in Österreichischen Haftanstalten“, so Duzdar, die etwa fehlende Behandlungsmöglichkeiten, fehlendes Abstandsgebot von psychisch kranken und gesunden Insassen und überlange Anhaltungen aufgrund fehlender Nachsorge bemängelt. Der fehlende Einsatz der Regierung im Bereich des Maßnahmenvollzugs, der, wie eine Anfrage von den Abgeordneten Duzdar und Wimmer belegt, nur Instandhaltungsmaßnahmen aber keinen Ausbau von Justizanstalten vorsieht, „ist nicht nur problematisch, sondern fahrlässig gegenüber der Gesellschaft“, so die Abgeordnete: „Es braucht Therapiemöglichkeiten, therapeutisch-forensische Zentren, die Trennung von Jugendlichen und Erwachsenen im Strafvollzug“, so Duzdar. Sie fordert die Regierung abschließend auf, die entsprechende Finanzierung des Maßnahmenvollzugspakets, das von ExpertInnen erarbeitet wurde, „endlich umzusetzen“ und nicht nur populistische Politik zu betreiben.

„Wir fordern einen menschenrechts-konformen Maßnahmenvollzug“

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plattformklein.pngDie Selbst- und Interessensvertretung zum Maßnahmenvollzug (SiM) hat gemeinsam mit neun anderen Organisationen (HPE, Vertretungsnetz, Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte, ifs Patientenanwaltschaft, Behindertenanwaltschaft, BIZEPS – Zentrum für Selbstbestimmtes Leben, Österreichischer Behindertenrat, LOK – Leben ohne Krankenhaus und FREIRÄUME) die „Plattform Maßnahmenvollzug“ gegründet.

Wir sammeln nun für eine Bürgerinitiative zur Schaffung eines menschenrechtskonformen Maßnahmenvollzugs die dazu notwendigen 500 Unterschriften.
Die gesammelten Unterschriften werden im Herbst dem Leiter des Petitionsausschusses im Parlament übergeben.

Seit 40 Jahren warten psychisch kranke Menschen und deren Angehörige auf rechtliche und strukturelle Verbesserungen des menschenrechtlich äußerst problematischen Maßnahmenvollzugs in Österreich.

Es fehlen einheitliche, menschenrechtskonforme rechtliche Regelungen. Mangelhafte strukturelle Rahmenbedingungen sowie geringe Qualität der gerichtlichen Verfahren und Sachverständigen-Gutachten führen zu unverhältnismäßig und ungerechtfertigt langen Aufenthalten von psychisch kranken Menschen in Justizanstalten oder Psychiatrien.

Die Schaffung eines Maßnahmenvollzugs-Gesetzes, das den Rechtsschutz der betroffenen Menschen sicherstellt und die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Therapie und Wiedereingliederung in die Gesellschaft schafft, ist daher dringend erforderlich. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) verurteilte Österreich wiederholte Male für die im Maßnahmenvollzug herrschenden Missstände (zuletzt 20.07.2017, 11537/11 Lorenz gg Österreich).

Bereits 2015 wurde von namhaften ExpertInnen in einem vom Justizministerium beauftragten Bericht der dringende Reformbedarf des Maßnahmenvollzugs festgestellt. Es wurden 92 Empfehlungen für die Schaffung eines zeitgemäßen und menschenrechtskonformen Maßnahmenvollzugs erarbeitet, die bis heute auf ihre Umsetzung warten.Wir fordern daher, dass der Maßnahmenvollzug nach Jahrzehnten des Stillstands endlich auf Grundlage dieser ExpertInnenempfehlungen reformiert wird.

Unterschreiben Sie jetzt die Parlamentarische Bürgerinitiative betreffend Schaffung eines menschenrechtskonformen Maßnahmenvollzug – basierend auf den Vorschlägen der Expertinnen-Kommission des BMJ vom Jänner 2015

Nähere Infos auf www.plattform-mnvz.at

„Besorgniserregende Entwicklungen in den Haftanstalten“

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Griss

Justizsprecherin der NEOS Irmgard Griss Foto: NEOS

NEOS Allianzpartnerin und Justizsprecherin Irmgard Griss meldete sich gestern im Zuge einer hochsommerlichen Pressekonferenz zu wichtigen Justizthemen zu Wort. Zwei der NEOS-Forderungen betreffen auch den Maßnahmenvollzug.

Ausbau der Kontrollmöglichkeiten bei Sachverständigen
Komplexe Sachverhalte erfordern die Beiziehung von Sachverständigen. Die Qualität der Gutachten wird vor allem im Maßnahmenvollzug und von Unfallopfern stark kritisiert. In diesem Zusammenhang fordern NEOS eine unabhängige Kontrolleinrichtung zur Festlegung von Qualitätsstandards und zur stichprobenartigen Überprüfung von Sachverständigengutachten auf Schlüssigkeit, Nachvollziehbarkeit und Vollständigkeit. Ebenso sollen die Bestimmungen zur Befangenheit von Gutachtern weiter konkretisiert werden.

Reform des Strafvollzugs und des Maßnahmenvollzugs
Der Strafvollzug und der Maßnahmenvollzug stehen vor völlig neuen Herausforderungen. Die Entwicklungen in den Haftanstalten sind besorgniserregend. Während die Zahl sowohl der Inhaftierten als auch der untergebrachten geistig abnormen Rechtsbrecher in den letzten Jahren massiv angestiegen ist, geht der Personalstand zurück. Für mehr Sicherheit müssen aber mehr Mittel für mehr Personal sowie in die Sozialisierung und Resozialisierung der inhaftierten Menschen investiert werden.
Der Vollzug darf nicht zur bloßen Verwahrungshaft verkommen. Ein Gesetzesentwurf zum Maßnahmenvollzug wurde bereits für Mitte dieses Jahres angekündigt, jedoch noch immer nicht vorgelegt. NEOS fordern, dass die Reform so rasch wie möglich in Angriff genommen wird.

Schwere Körperverletzung: gezerrter kleiner Finger

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Gestern wurde am Landesgericht Wels Caro (17) vor Gericht gestellt. Ihr Verbrechen: sie hat sich während einer Streiterei auf der Frauenabteilung des Forensischen Zentrums in Asten (FZA) geweigert, in den Isolationshaftraum verlegt zu werden. Beim Anlagen der Handfesseln hat sie dabei einem Justizwachebeamten den kleinen Finger gezerrt.

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Die Vorgeschichte von Caro ist erschütternd: rund 40 Mal wurde Caro in die Psychiatrie eingewiesen, bevor sie dort zwei Betreuer und eine Ärztin mit dem Umbringen bedrohte und als geistig abnorme Straftäterin ins Gefängnis musste – ist das der richtige Ort für eine 16-Jährige?
-> https://kurier.at/chronik/oesterreich/in-psychiatrie-gedroht-16-jaehrige-muss-ins-gefaengnis/219.589.165

Bei der Verhandlung im großen Schwurgerichtssaal waren neben Caro auch eine Mitarbeiterin des FZA, ihre Mutter und der besagte Justizwachebeamte anwesend. Nach Verlesung der persönlichen Daten und Vorstrafen wurde überraschend die Klinikleiterin und Gutachterin Adelheid Kastner zur psychiatrischen Diagnose von Caro befragt. Überraschen deshalb, weil im Verfahren noch der Neurologe Christoph Röper bestellt war. Die Richterin war jedoch der Auffassung, dass ein Psychiater und nicht ein Neurologe die Begutachtung durchführen sollte. Daher wurde Kastner noch am Freitag vor der Verhandlung im FZA vorstellig und „begutachtete“ Caro in einem kurzen Gespräch. Kastners Ausführungen während der Verhandlung ließen kein gutes Haar an Caros Verhalten. Sie meinte, dass es zu vielen Ordnungswidrigkeiten gekommen sei und dass es mit hoher Wahrscheinlichkeit zu weiteren Übergriffen kommen würde. Sie verstehe auch nicht, wieso Caro auf Unterbrechung der Unterbringung (UdU) gekommen sei, denn die letzte UdU verlief überhaupt nicht erfolgreich. Die Gründe dafür blieb sie schuldig, obwohl sie wusste, dass Caro als 17-jähriges Mädchen in einer reinen Männer-WG wohl kaum am ideal Platz sein konnte.

Der Sachverhalt war bald geklärt, Caro ohnehin voll geständig und so kam es dann noch zum Gehör des geschädigten Justitwachebeamten. Dieser hätte gerne für den gezerrten kleinen Finger (eine Woche Krankenstand) EUR 500,– von Caro als Schmerzensgeld. Dieser Anspruch wurde von Caro anerkannt. Bei der Urteilsverkündung wurde dann eine fünfmonatige unbedingte Haftstrafe ausgesprochen. Ebenso die Einweisung in den Maßnahmenvollzug für geistig abnorme Rechtsbrecher. Die Einweisung ist natürlich irrelevant, da sie sich ohnehin schon im Maßnahmenvollzug befindet. Die fünf Monate ebenso, da es freilich noch länger als fünf Monate dauern würde, bis Caro endlich bedingt entlassen werden kann.

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Im anschließendem Gespräch mit der Jugendrichterin wies ich darauf hin, dass Kastner keine Kinder- und Jugendpsychiaterin sei, und das dieser Umstand aus Sicht von SiM natürlich einen Missstand in solchen Verfahren darstellt. Sie verwies allerdings darauf, dass es im gesamten Gerichtssprengel keinen (!!!) Gerichtssachverständigen für Kinder- und Jugendpsychiatrie gibt. Ein weiterer Anlass um das Gutachterwesen in Österreich endlich zu reformieren.

Die, seit Caros Einweisung, bestehende Kritik, dass Jugendliche und junge Erwachsene im Maßnahmenvollzug nichts verloren haben, zeigt ihr Beispiel. Seit ihrer Einweisung hat sie nach wie vor keinen Hauptschulabschluss, keine Perspektive, die einzig adäquate Nachsorgeeinrichtung (eine Frauen WG in Linz) wurde erst vor wenigen Wochen überhaupt kontaktiert und die Vorfälle in der Frauenabteilung des FZA nehmen überhand. Dass sich ihre Situation dort nicht so positiv auf Ihr Verhalten auswirkt, war von vornherein anzunehmen. Aber offensichtlich weiß sich die Republik, im Umgang mit Teenagern bei psychischen Problemen, nicht anders zu helfen, als sie in den potentiell lebenslang anhaltenden Maßnahmenvollzug zu stecken. Einfach traurig!

Pressekonferenz: Menschenwürde auf der Anklagebank

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Faires Strafverfahren trotz intellektueller oder psychosozialer Beeinträchtigung gefordert

In einem zweijährigen von der Europäischen Kommission geförderten Pilotforschungsprojekt wurde – unter der Leitung des Ludwig Boltzmannn Instituts für Menschenrechte – die Umsetzung der EU-Empfehlung über Verfahrensgarantien in Strafverfahren für verdächtige oder beschuldigte schutzbedürftige Personen in fünf EU-Mitgliedsstaaten erhoben. Die Erkenntnisse und Empfehlungen des Projekts wurden in ein Handbuch für die im Strafverfahren involvierten Berufsgruppen (PolizistInnen, RichterInnen, StaatsanwältInnen, AnwältInnen, ÄrztInnen und Justizwachepersonal) zusammengefasst.

Menschen mit intellektuellen und psychosozialen Beeinträchtigungen gehören zu den schutzbedürftigsten Gruppen von Verdächtigen und Beschuldigten in Strafverfahren. Sie sind besonders gefährdet kein faires Verfahren zu durchlaufen, weil ihre Beeinträchtigung oft nicht erkannt wird und ihre Verfahrensrechte nicht gewahrt werden. Die EU hat dieser Problematik durch eine eigene, bislang noch nicht bindende, EU-Empfehlung Rechnung getragen, die ein faires Verfahren für schutzbedürftige Betroffene gewährleisten soll. Oberstes Ziel ist es, dass die Betroffenen das Verfahren verstehen und effektiv daran teilnehmen können. Dies soll durch bestimmte Verfahrensgarantien wie Zugang zu barrierefreier Information, Recht auf Zugang zu einem Rechtsbeistand, Recht auf medizinische Unterstützung und audiovisuelle Aufzeichnung von Befragungen sichergestellt werden.

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Pressekonferenz am 21. Juni 2018: Nóra Katona (BIM), Barbara Linder (BIM), Friedrich Fortsthuber (Präsident des LG für Strafsachen Wien), Markus Drechsler (SiM), Claudia Schell (BIM), Friedrich Kovar (Menschenrechts-Koordinator der Wiener Polizei) v.l.n.r.

Die Forschungsergebnisse beruhen auf Recherchen in fünf Projektpartnerländern (Österreich, Bulgarien, Tschechische Republik, Litauen und Slowenien) sowie Interviews mit Betroffenen und VertreterInnen der genannten beteiligten Berufsgruppen im Strafverfahren und SozialarbeiterInnen. Zusätzlich wurden in jedem Land zwei nationale ExpertInnenworkshops organisiert. Begleitet wurde das Projekt von fünf nationalen Ehrenkuratorien (Advisory Groups) bestehend aus VertreterInnen der involvierten Berufsgruppen, welche die Forschungsteams mit ihrer Expertise und ihrem Feedback unterstützen.

Wichtigste Erkenntnisse und Empfehlungen:

  • Schwierigkeiten bei der Identifikation der Schutzbedürftigkeit: Intellektuelle und psychosoziale Beeinträchtigungen sind für die Behörden oft schwer identifizierbar.
    Es bräuchte dringend grundlegende Schulungen im Bereich der forensischen Psychiatrie und Psychologie und eine laufende Fortbildungspflicht für die Polizei, RichterInnen, StaatsanwältInnen und AnwältInnen (insbesondere VerfahrenshilfeverteidgerInnen).
    Bestehende polizeiliche Schulungen, wie insbesondere das Seminar zum Umgang mit Menschen mit psychiatrischen Diagnosen sollten österreichweit als verpflichtender Bestandteil in die polizeiliche Fortbildung aufgenommen werden.
  • Verbesserte Qualität psychiatrischer Gutachten: Es gibt bislang keine Qualitätskontrolle der Gutachten, obwohl diese erheblichen Einfluss auf den Verfahrensausgang haben. Die Etablierung von qualitätssichernden Maßnahmen erscheint daher dringend geboten. Die Einrichtung eines forensischen Lehrstuhls, idealerweise gekoppelt an eine Uniklinik, könnte diese Maßnahme nachhaltig unterstützen.
  • Bedarf an barrierefreien Informationen: Die Belehrung vor der Einvernahme oder Vernehmung durch PolizeibeamtInnen oder RichterInnen wurde von den interviewten Betroffenen in vielen Fällen nicht verstanden. Es wird daher dringend angeraten, das Informationsblatt zu überarbeiten und eine barrierefreie Version in „Leichter Lesen“ zu erstellen.
  • Verbesserung der Qualität der rechtlichen Vertretung, insbesondere im Fall von Verfahrenshilfe: Derzeit ist gesetzlich kein verpflichtender Rechtsbeistand ab der polizeilichen Ersteinvernahme vorgesehen, es sei denn, das Verfahren ist auf die Unterbringung in einer Anstalt gerichtet. Es wird angeraten die verpflichtende Beiziehung eines Rechtsbeistandes ab der Ersteinvernahme für jede verdächtige Person gesetzlich zu verankern. Rechtsbeistände von Personen mit intellektuellen und psychosozialen Beeinträchtigungen sollten entsprechend geschult sein und über strafrechtliche Kenntnisse verfügen.
  • Psychosoziale Prozessbegleitung: Menschen mit psychosozialen und intellektuellen Beeinträchtigungen sollten während des gesamten Verfahrens Anspruch auf psychosoziale Prozessbegleitung haben.
  • Audiovisuelle Aufzeichungen: Im Sinne einer objektiven und transparenten Dokumentation der Befragungen, wird dringend angeraten, die rechtlichen und faktischen Rahmenbedingungen zu schaffen, damit alle Einvernahmen und Befragungen audiovisuell aufgezeichnet werden können.
  • Ausreichende Kapazitäten in forensischen Einrichtungen schaffen: Im Falle der Notwendigkeit der Verhängung von Untersuchungshaft oder korrespondierender Maßnahmen (vorläufige Anhaltung/Unterbringung) besteht im Bereich der Betreuung von Menschen mit psychosozialen Beeinträchtigungen in forensischen Abteilungen akuter Platz- und personeller Ressourcenmangel. Der Kapazitätsausbau von forensischen Unterbringungsmöglichkeiten mit dem Ziel österreichweit ausreichende Plätze für die getrennte Unterbringung von Frauen, Männern und Jugendlichen zu schaffen, ist dringend notwendig.
  • Alternativen zur Haft: Die Therapie von Menschen mit psychosozialen Beeinträchtigungen sollte sobald wie möglich und nicht erst nach dem rechtskräftigen Urteil begonnen werden. Besonders angeraten wird auch eine aktiv aufsuchende psychosoziale Betreuung in U-Haft bzw. während der vorläufigen Anhaltung/Unterbringung. In psychiatrischen Einrichtungen scheint es eine Tendenz zu geben, Eskalationen durch den Einsatz privater Sicherheitsdienste zu begegnen, was aus menschenrechtlicher und psychiatrischer Sicht höchst bedenklich erscheint. Es sollten dringend Deeskalationsteams aus PflegerInnen geschaffen werden, die in der Deeskalation von Gewalt und Aggression geschult sind. Generell sollten Betreuungsalternativen zur Haft ausgebaut werden.
  • Institutionelle Kooperation stärken: Die Forschungsergebnisse zeigen, dass die Qualität der Kooperation zumeist vom persönlichen Engagement und den Kontakten der BehördenvertreterInnen abhängt. Es gibt kaum institutionalisierte Kooperationen, sie finden meist anlassbezogen statt. Der National Roundtable zum Thema Verfahrensgarantien für Menschen mit psychosozialen und intellektuellen Beeinträchtigungen hat sehr konstruktive Ergebnisse gebracht. Er könnte zur Verbesserung und Kontinuität der Kooperation in regelmäßigen Abständen zu unterschiedlichen Themen in diesem Bereich organisiert werden. Ebenso könnte ein regelmäßiger Austausch in Verbindung mit Regionalkonferenzen des Psychosozialen Dienstes stattfinden.
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Pressekonferenz am 21. Juni 2018: Friedrich Kovar (Menschenrechts-Koordinator der Wiener Polizei), Barbara Linder (BIM), Nóra Katona (BIM), Markus Drechsler (SiM) v.l.n.r.

Die Forschungsergebnisse und das Handbuch werden im Rahmen der Abschlusskonferenz „Menschenwürde auf der Anklagebank“ am 25. Juni 2018 im Haus der Europäischen Union in Wien präsentiert:

http://bim.lbg.ac.at/de/aktuelles-termine/termin/2018/06/25/abschlusskonferenz-menschenwuerdeanklagebank